Reduzierung des CO2-Fußabdrucks durch Verzicht auf Cloud-Backups
Cloud-Backups für Familienfotos verursachen bis zu 500 kg CO₂ pro TB pro Jahr. Jörg wechselte zu Syncthing – einem Open-Source-Synchronisierungstool, das Daten lokal speichert. Hier erfahren Sie, wie er es in unter 20 Minuten eingerichtet hat.
Syncthing: Lokales Foto-Backup ohne Cloud-Speicher-Emissionen
Cloud-Speicher ist praktisch, aber Server, die rund um die Uhr laufen, um Fotos zu speichern, auf die Sie einmal im Jahr zugreifen, sind umweltmäßig nicht sinnvoll. Schätzungen des CO₂-Fußabdrucks von Cloud-Speicher reichen von 200–500 kg CO₂ pro TB pro Jahr. Eine neue Festplatte kommt auf ~200 kg – was lokales Backup den Aufwand wert macht.
Anforderungen
- Neue Fotos automatisch von Smartphones auf einen lokalen Computer synchronisieren, wenn dieser eingeschaltet ist
- Löschungen auf dem Smartphone löschen NICHT aus dem Backup
- Löschungen im Backup löschen NICHT vom Smartphone
Die Lösung: Syncthing
Syncthing ist ein kostenloses Open-Source-Tool zur kontinuierlichen Dateisynchronisierung. Es funktioniert geräte- und betriebssystemübergreifend (PC, Android, macOS, Windows, Linux). Die Einrichtung dauert weniger als 20 Minuten.
Hinweis zu iOS
Stand 2024 ist die Synchronisierung der iOS-Fotobibliothek aufgrund von Apples Sandboxing nicht möglich. Es gibt eine kommerzielle App namens Möbius Sync, die jedoch Einschränkungen hat.
Einrichtungsübersicht
- Syncthing auf allen Geräten installieren (PlayStore auf Android; Installer auf Windows/macOS; Paketmanager oder Docker auf Linux)
- Autostart konfigurieren
- Die GUI unter 127.0.0.1:8384 öffnen, Geräte hinzufügen und Ordner freigeben
- Das sendende Gerät auf Send Only und das Backup-Gerät auf Receive Only einstellen
- Ignore Delete im Backup-Ordner aktivieren, um versehentliche Weitergabe von Löschungen zu verhindern
Wenn Sie Syncthing nützlich finden, erwägen Sie, dem Projekt zu spenden.